Warum Sie Eisen im Grundwasser haben könnten?

Wie gelangt Eisen in unser Grundwasser?

Zuerst einmal sollte geklärt werden was Eisen (chemische Abkürzung Fe) ist und wie es in der Natur vorkommt.
Eisen ist ein Metall und ist weltweit in meisten Böden und Gesteinen vorhanden. Wie sich das Metall löst und in das Grundwasser gelangt, hängt ganz von den chemischen Parametern des Bodens zusammen. Diese chemischen Parameter bestimmen im Zusammenhang mit dem Witterungsprozess ob sich aus dem Eisen Eisensulfide (z.B. Pyrit), Eisenoxide (z.B. Hämatit) oder Eisenhydroxide bilden.

Um die Begriffe schnell zu erklären

  • Eisensulfide, hier im Beispiel als Pyrit, wird im allgemeinen auch Eisenkies oder Katzengold genannt. Einige werden Pyrit auch als Feuerstein kennen, da man durch das Zusammenschlagen von zwei Pyritsteinen Funken enstehen.
  • Eisenoxide, wie der Hämatit sind auch als Blutstein, Roteisenstein, Roteisenerz bekannt. Sie sind die häufigste natürlich auftretende Modifikation des Eisen(III)-oxids.
  • Eisenhydroxide ist allgemein als Verockerung bekannt.

Sollte das Grundwasser in einem Bereich eher sauerstoffreich sein, kommt Eisen eher als dreiwertiges Eisen (III) in schwerlöslichen Verbindungen vor. Da es sich hier um schwerlösliche Verbindungen handelt, ist der Anteil im Grundwasser eher gering.

Ist das Grundwasser eher sauerstoffarm, bilden sich vermehrt Eisen(II)-Verbindungen. Die eisenhaltigen Substanzen oxidieren in diesem Fall nicht mit Sauerstoff, sondern mit der Hilfe von Nitrat. Das nennt man autotrophe Denitrifikation. Bakterien im Erdreich nutzen Nitrat zur Oxidation, indem Sie die Nitrat in molekularem Stickstoff umsetzen. Der Stickstoff wird im Boden nicht verwendet und gelangt langsam in die Atmosphäre wo es wieder in den Stickstoffkreislauf eingebunden wird.

Weitere Reaktionspfade, welche zu einer Eisen(II)-Freisetzung führen, sind die Reduktion von Eisen(III)-Verbindungen, die Oxidation von Eisensulfiden durch Luftsauerstoff.

Bei pH-Werten unter fünf erhöht sich die Löslichkeit dreiwertiger Eisenverbindungen, so dass auch Eisen(III) in nennenswerten Konzentrationen im Grundwasser vorliegen kann (Kölle, 2010).

Erhöhte Eisengehalte finden sich auch in oberflächennahen Grundwässern mit erhöhten Gehalten organischer Substanzen (Huminstoffe), in denen Eisen in löslichen Komplexen gebunden vorkommt.

Im sauerstoffarmen oder -freien Wasser gelöste farblose Eisenverbindungen werden durch Luftsauerstoff leicht wieder zum schwer löslichen Eisen-III-Hydroxid oxidiert, was zu einer rötlich braunen Färbung des Wassers sowie zur Ausfällung der Eisenhydroxide führen kann.

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Enteisenung, Rohr, verrostet, Eisen, ManganWarum sollten Sie Eisen aus dem Wasser filtern?

In der Trinwasserverordnung (TrinkwV) ist der Grenzwert von 0,2 mg/l festgelegt worden. Eisen ist zwar wichtig für unseren Körper, jedoch wirkt sich eine zu hohe Eisenaufnahme toxisch aus. Zudem färbt Eisen das Wasser rötlich und verstopft mit der Zeit Leitungen und kann Ihre Hausgeräte oder Anlagen zerstören.

Wie entfernt man Eisen und Mangan am effektivsten?

Am effektivsten ist ein offener Kiesfilter.

Das Geheimnis für seine Effektivität ist schnell erklärt.

Aufgrund der offenen Kaskade kann sich das versprühte Wasser den Sauerstoff, den es für die Oxidation von Eisen und Mangan benötigt, ganz einfach aus der Umgebungsluft ziehen. Eine offene Enteisenung oder Entmanganung benötigt also keine extra Zufuhr von Frischluft und den Oxidationprozess herbeizuführen. Die Ausfällung funktioniert auf natürliche Weise, wie es auch in der Natur passiert und muss nicht durch Oxidationsmittel herbeigeführt werden.

Anschließend drückt das Wasser aus eigener Kraft durch unterschiedliche Schichten Kies. Auf diese Weise wird das Wasser schonend gefiltert.

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